Lichttechnische Sanierung der Fassade des Ministeriums am Plac Trzech Krzyży. 

PROJEKTSPEZIFIKATION:

414 DMX-gesteuerte MODENA-Leuchten

Kundenspezifisches Beleuchtungsszenario

Leuchtengehäuse im Farbton Beige (RAL 1015)

Konformität mit den Richtlinien der Denkmalschutzbehörde

Im Herzen von Warschau, am Plac Trzech Krzyży, erfüllt das Licht eine besondere Aufgabe. Es darf kein zufälliger Dekorationseffekt sein. Es muss mit der Architektur arbeiten, den Charakter der Fassade respektieren, Details hervorheben und gleichzeitig für den Betrachter Sehkomfort bieten.

Die Fassadenanstrahlung des Gebäudes des Ministeriums für Entwicklung und Technologie war eine Aufgabe, bei der die Technik hinter der Architektur zurücktreten musste. Es ging nicht darum, eine spektakuläre, emotionale Showbeleuchtung zu schaffen, sondern Licht zu gestalten, das den Charakter des Gebäudes, seine Monumentalität, seinen Rhythmus, das Material und die historische Bedeutung versteht.

Das in den Jahren 1946–1949 nach einem Entwurf von Stanisław Bieńkuński und Stanisław Rychłowski errichtete Gebäude war das erste Regierungsgebäude, das nach dem Zweiten Weltkrieg in Warschau entworfen und gebaut wurde. Es entstand als Sitz der Staatlichen Kommission für Wirtschaftsplanung und sollte eines der ersten Elemente des neuen zentralen Regierungsbezirks werden.

Herausforderungen:

 

  • Bei dem Entwurf war das Finden des Gleichgewichts zwischen Sichtbarkeit und Subtilität entscheidend. Ein Gebäude der öffentlichen Verwaltung erfordert eine elegante, strukturierte und visuell zeitlose Beleuchtung.
  • Ebenso wichtig wie die Leuchten selbst waren die Wahl der Optik, die Farbgebung des Gehäuses sowie der Charakter des Weißlichts. Die wesentliche technische Herausforderung des Projekts lag in der
  • Kundenspezifischen Anpassung (Customizing) der MODENA-Leuchten. Ursprünglich ist diese Lösung als RGB-Variante erhältlich, für diese Realisierung war jedoch ein perfekt abgestimmter Weißton erforderlich.

 

 

Lösungen:

 

  • Spektrale Anpassung (RWW vs. RGB): Der Schlüsselaspekt der Optimierung war die Abkehr von der Standard-RGB-Matrix zugunsten einer dedizierten RWW-Konfiguration (Red + Warm White) in den MODENA-Leuchten. Die Verwendung von Weißlichtdioden mit präzise abgestimmter Farbtemperatur, unterstützt durch eine Rotkomponente, ermöglichte eine perfekte Korrelation der Lichtverteilungskurve mit den Reflexionseigenschaften des Fassadenmaterials. Dadurch wurden ein höchster Farbwiedergabeindex ($R_a$ / CRI) erreicht und die natürliche, tiefe Wahrnehmung der Textur und Farbgebung des Sandsteins bewahrt.

  • Strukturelle Tarnung: Um die strengen Auflagen des Denkmalschutzes zu erfüllen, wurden die Leuchtengehäuse in einer kundenspezifischen Pulverbeschichtung im Farbton RAL 1015 (Hellelfenbein) ausgeführt. Dies ermöglichte eine vollständige Integration der Hardware in die architektonischen Elemente – die Leuchten bleiben bei Tageslicht nahezu unsichtbar und beeinträchtigen die ursprüngliche Geometrie der Fassade nicht.

  • Digitales Lichtmanagement (DMX): Die Systemarchitektur basiert auf dem DMX-Steuerprotokoll. Es gewährleistet die vollständige Adressierbarkeit der einzelnen Lichtpunkte, was ein stufenloses Dimmen sowie die Implementierung dynamischer oder statischer Lichtszenerien ermöglicht. Das System erlaubt die flexible Programmierung von Szenarien (z. B. Alltags-, Feiertags- oder repräsentativer Modus) je nach aktuellem Imagebedarf und staatlichem Kalender.

Ergebnisse:

 

  • Das implementierte architektonische Beleuchtungssystem setzt einen Maßstab für den verantwortungsvollen Umgang mit dem Erscheinungsbild eines Objekts bei Nacht. Die Kombination aus Präzisionsoptik und intelligenter Steuerung führte zu einer Reduzierung der Anschlussleistung bei gleichzeitiger Steigerung der ästhetischen Qualität und der Repräsentanz des Gebäudes im urbanen Raum. Diese Anstrahlung erhöht nicht nur den Sehkomfort für Beobachter, sondern fügt sich auch in den Rahmen der Nachhaltigkeit ein, indem der Stromverbrauch optimiert wird.
  • Dank der fortschrittlichen strahlenformenden Optik trifft der Lichtstrom präzise auf die vorgesehenen Fassadenabschnitte, wodurch das Lichtverschmutzung Phänomen (Lichtimmission außerhalb der Gebäudekontur) minimiert werden konnte. Der Einsatz hochwertiger Halbleiterkomponenten in LED-Technologie garantiert eine langfristige photometrische Stabilität und Beständigkeit des Systems gegen Lichtstromdegradation im Laufe der Zeit.
  • Die Flexibilität der digitalen DMX-Schnittstelle eröffnet die Möglichkeit einer zukünftigen Integration der Installation in übergeordnete Gebäudeleittechnik-Systeme (BMS). Letztlich beweist diese Modernisierung, dass fortschrittliche Lichttechnik als hervorragendes Werkzeug für den Denkmalschutz dienen kann, das moderne Funktionalität mit dem vollständigen Erhalt des historischen Architekturcharakters verbindet.

 

LEUCHTEN IM PROJEKT

Beim Projekt verwendete Produkte
MODENA RGB LED
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Beim Projekt verwendete Produkte
ARCHILINE LED
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Beim Projekt verwendete Produkte
RUNA 2.0
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